Kulturdienst
Katrin Schmidt

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Denn:
„Es ist alten Frauen nicht verboten, auf Bäume zu klettern.“
Astrid Lindgren

Anne-Sophie Mutter      
Kammerorchester Wien-Berlin        
Alte Oper Frankfurt


Programm:        
Mozart - Violinkonzert Nr. 3 G-Dur KV 216        
Rihm - Lichtes Spiel. Ein Sommerstück für Violine und kleines Orchester (2009)        
Mozart - Divertimento für Streichorchester B-Dur KV 137 "Salzburger Sinfonie Nr.2"        
Mozart - Violinkonzert Nr. 5 KV 219 A-Dur KV 219        

Interpreten:        
Anne-Sophie Mutter - Violine        
Michael Francis - Leitung (Rihm)        
Kammerorchester Wien-Berlin

 

Anne-Sophie Mutter begann ihre Laufbahn vor gut dreißig Jahren unter der Obhut Herbert von Karajans in Salzburg mit einem Konzert von Mozart.
Heute gilt Sie als Mozartspezialistin und ist wohl die "berühmteste Geigerin der Welt".
In einem Interview mit dem ZEITmagazin antwortet Anne-Sophie Mutter auf die Frage, ob das Streben nach Perfektion sich bei Ihr sogar musikalisch auswirkt, folgendes:
"Musik kann man ja nicht in Worte fassen. Ich versuche eigentlich nur, mich einem Werk immer wieder aufs Neue zu nähern und dem Zuhörer etwas zu vermitteln, was unter die Haut geht, was eine Erinnerung an das Werk hinterlässt. Natürlich ist das immer ein subjektiver Blick auf das Werk, durch meine Lebenserfahrung gefärbt. Aber für Glätte und Oberflächlichkeit war in meinem Leben nie Platz, das hat meine Lebensgeschichte gar nicht zugelassen."

Das Kammmerorchester Wien - Berlin besteht aus Mitgliedenr der Wiener und Berliner Philharmoniker.
In der Wertschätzung des Publikums und der internationalen Kritik gibt es nur zwei Orchester, die sich gegenseitig den Spitzenplatz streitig machen könnten: die Wiener und die Berliner Philharmoniker.
Es liegt in der Natur der Sache, dass in einer solchen Situation immer gern die Verschiedenheit der beiden Klangkörper hervorgehoben wird: geschmeidige Eleganz und Noblesse der Wiener, zupackendes, leidenschaftliches Spiel der Berliner, seidiger Streicherklang des einen, solistische Brillanz der Bläser des anderen Orchesters. Unter solchen Voraussetzungen scheint es nicht übertrieben, die Gründung des „Kammerorchester Wien – Berlin“ als kleine Sensation zu feiern.
Bei genauerer Betrachtung ist allerdings die gemeinsame Prägung der beiden Orchester durch die enge Zusammenarbeit mit Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan, Claudio Abbado ( beide Direktoren der Staatsoper und Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker ) und Sir Simon Rattle und die jahrzehntelange Verbundenheit mit vielen gemeinsamen Gastdirigenten ein Schatz, der, zusammen mit der gemeinschaftlichen mitteleuropäischen Musiziertradition, beiden Orchestern eine Spielkultur vermitteln konnte, die, verbunden mit enormer Flexibilität und je eigener spezifischer Klangschönheit, sie immer noch markant von den hochvirtuosen amerikanischen Spitzenorchestern unterscheidet.
Dass sie, trotz der seit langem bestehenden guten Beziehungen, dabei Konkurrenten auf dem Musikmarkt sind, soll nicht verschwiegen werden.
Es bedurfte der Initiative Sir Simon Rattles, dessen Geburtstagswunsch, zu seinem 50. ein gemeinsames Konzert der Wiener und Berliner zu dirigieren, die beiden Klangkörper zusammenführte. Das gemeinsame Musizieren war so befruchtend, dass spontan der Wunsch nach einer Fortsetzung dieser Erfahrung entstand. Aus dieser Idee wurde das „Kammerorchester Wien – Berlin“ geboren.
Sie stellen gewissermaßen die Essenz beider Orchester dar, und die Liste der beteiligten Solisten und Mitglieder liest sich fast wie ein „Who‘s Who“ ihrer namhaftesten Musiker. Ihr Musizierideal ist es, in ihrem Repertoire kammermusikalische Delikatesse und symphonische Größe zu vereinen. Doch das wesentlichste Element dieses Spitzenensembles liegt in seiner Philosophie begründet, in intensiver Zusammenarbeit einen einzigartigen künstlerischen Austausch zu Wege zu bringen, der für Publikum und Musiker gleichermaßen beglückend ist.

(rbartists)

Konzertbeginn 20.00 Uhr, Sitzplatz: Parkett, Reihe 27 (erhöht)          

 


 
 

COGO Kulturdienst Aschaffenburg/ Alzenau/ Seligenstadt 2011
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