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Der Kaufmann von Venedig von William Shakespeare
Schauspielhaus Frankfurt
Ein Stück über die Dinge, die der Mensch aus Liebe tut.
Oder aus Hass. Ein Stück über das Geld. Der schöne junge Bassanio will um die reiche Porzia werben. Dafür braucht er Geld. Denn wer Porzias Hand will, muss
– nach dem Vermächtnis ihres Vaters – an einem Spiel teilnehmen, das eine nicht unbedeutende Summe als Grundeinsatz verlangt. Wer das Spiel aber gewinnt, gewinnt die weit bedeutendere Mitgift – und die Braut. Bassanio, dessen Kapital im Wesentlichen in seinem guten Aussehen besteht, bittet seinen Freund Antonio, ihm die Summe – bei vollem Risiko – zu borgen. Antonio liebt Bassanio, reißt sich das Herz aus dem Leib und borgt ihm das Geld. Obwohl auch er es nicht hat. Denn alle seine Mittel sind in hochriskanten Unternehmungen gebunden. Antonios Kredit ist sogar so gering, dass nur sein ärgster Feind bereit ist, ihm das Geld zu leihen: der Jude Shylock. Der will sich an dem Christen Antonio rächen und gibt ihm das Geld unter der Bedingung, dass er ihm, wenn er die Summe nicht auf den vereinbarten Termin zurück erhält, ein Pfund seines Fleischs, zunächst dem Herzen, aus dem Leibe schneiden darf. Die Sache nimmt keinen guten Ausgang. Zu Shakespeares Zeit ein Märchenspiel und eine Komödie – die Juden dargestellt von den Komikern der Truppe. 400 Jahre später sieht das etwas anders aus.
Der Regisseur Barrie Kosky setzt sich mit den Lesarten des Stücks und mit der christlich-jüdischen Geschichte in Europa auseinander. Kosky selbst ist Australier und wird, nach Stationen in Melbourne, Sydney, Wien, Berlin ab 2012 Intendant der Komischen Oper in Berlin. Er arbeitet vornehmlich als Opernregisseur.
Vorstellungsbeginn 19.30 Uhr, Einführungsvortrag 19.00 Uhr, Sitzplatzkategorie 3
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