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Sahure – Tod und Leben eines großen Pharao
Führung durch die Sonderausstellung im Liebieghaus Frankfurt
und anschließend Kaffee und hausgemachter Kuchen im Kaminzimmer
Seit Menschengedenken war in diesem Land niemals etwas Derartiges geschehen - so lautet die fanfarenhafte Formel, mit der die ägyptischen Chronisten des Alten Reiches rund 2400 Jahre vor unserer Zeitrechnung die Berichte aus dem Leben ihrer Pharaonen einleiteten. Nahezu alles, was ein Pharao tat, war sensationell und noch nie dagewesen, denn ein Pharao war nicht nur König, sondern auch Gott.
Vor mehr als 100 Jahren legte der Entdecker, Wissenschaftler und Forscher Ludwig Borchardter eine der kulturhistorisch bedeutendsten Grabanlagen des Alten Reiches frei: die Pyramide des Pharao Sahure. Von dem großen König, der zwischen 2428 und 2416 v. Chr. regierte, zeugt die Ausstellung in der Skulpturensammlung des Frankfurter Städel, dem Liebieghaus.
Es ist keine Ausstellung, die sich mit der bloßen Präsentation von Reliefen und Skulpturen begnügt. „Sahure – Tod und Leben eines großen Pharao“ nimmt den Besucher mit auf eine Reise ins alte Ägypten, dorthin, wo Sahure in Abusir nahe dem heutigen Kairo eine Grabanlage bauen ließ. So etwas hatte die Welt noch nicht gesehen: Eine komplexe Architektur mit einer Gesamtlänge von knapp 500 Metern, die Wände mit 10 000 Quadratmetern königlicher Reliefkunst verziert.
Prunkvolle Säulen säumen den Aufgang. „Ein gigantisches, steinernes Bilderbuch mit einem Erzählreichtum, den die Antike sonst so nicht kannte“, schwärmt Kurator Vinzenz Brinkmann. Er leitet die Antikensammlung des Museums und hat die Ausstellung konzipiert.
Diese zeigt Reliefs, Bauteile, Skulpturen und Papyrus-Stücke. Alle hart von der Seite angeleuchtet, damit der Besucher einen Eindruck von den Feinheiten der Steinmetzarbeiten erhält. Die Räume sind dunkel, atmen in ihrer Stille fast selbst die Feierlichkeit einer Grabkammer.
„Wir durchdringen nicht auf Anhieb diese Kunst, aber wir sind sofort gefangen genommen von der Bildsprache und ihrer Strahlkraft“, schwärmt Brinkmann. Die Exponate stammen aus den Sammlungen des Pariser Louvre, dem Ägyptischen Museum in Berlin, dem Metropolitan in New York und dem eigenen Haus. Denn dieses beherbergt nach Angaben seines Direktors Max Hollein selbst eine bedeutende Sammlung antiker ägyptischer Kunst. (Focus)
Führungsbeginn 14.00Uhr |
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