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Oper Frankfurt
Die Entführung aus dem Serail
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791) Text von Johann Gottlieb Stephanie d. J.
In der entscheidenden Lebensphase des Erwachsenwerdens entstand Die Entführung, wie Mozart das Werk nannte, »eine deutsche Operette«. Neben der Geschichte von Konstanze und Belmonte, der Geschichte der treuen Liebe, stand der Zusammenprall zweier verschiedener Kulturen im Mittelpunkt: Die »zivilisierten« Europäer (Konstanze, Blonde und Pedrillo), festgehalten am Hof eines türkischen Herrschers (Bassa Selim), erleben nach einem gescheiterten Befreiungsversuch einen Großmut von Selim, den sie aus ihren eigenen europäischen Ländern kaum kennen. Mit dem Titel konnten der Komponist und sein Librettist, der Wiener Theaterdichter Gottlieb Stephanie (der Jüngere) auf »Nummer sicher« gehen, wobei sie die Begriffe des Exotischen und des Fremdländischen neu definiert haben: Selbst das Landhaus des Bassa Selim sieht wie ein stilvoller Herrensitz aus, und von dem strengst bewachten Serail, wie man ihn sich vorstellt, ist nur die Rede. Der Komponist und der Librettist haben die traditionelle Bearbeitungsform des Türkenstoffes bewusst aufgegeben: Sie suchten nicht in erster Linie den exotischen Kontrast, sondern fragten nach den Beziehungen zwischen den Personen der Handlung, nach ihren Ängsten, nach ihrer Liebe. (Oper Frankfurt, Bild: Monika Rittershaus) Aufführungsbeginn 19.00Uhr, Einführungsvortrag der Dramaturgie 18.30 Uhr, Dauer: ca. 3 1/2 Stunden mit 2 Pausen Sitzpatzkategorie 2
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