Kulturdienst
Katrin Schmidt

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Denn:
„Es ist alten Frauen nicht verboten, auf Bäume zu klettern.“
Astrid Lindgren

Oper Frankfurt

Tristan und Isolde


Oper von Richard Wagner (1813 - 1883)
Text vom Komponisten nach dem Versroman Tristan (um 1210) von Gottfried von Straßburg

Unstillbare und unerfüllbare Sehnsüchte der beiden traumatisierten Titelhelden stehen im Mittelpunkt von Christof Nels Regiekonzept.
Jenseits der üblichen, verklärten Tristan-Klischees fokussiert er sich auf die tiefenpsychologischen Aspekte der Handlung. Der unmittelbare Anlass, seinen Tristan-Plan zu realisieren, dürfte – wie die Wagner-Biografien berichten – das Zusammentreffen einer durch materielle Sorgen ausgelösten Depression mit der Liebe zu Mathilde Wesendonck und der Bekanntschaft mit der Philosophie Arthur Schopenhauers gewesen sein.

Die »Handlung« spielt sich ganz im Inneren der Personen ab. Wagner betont, dass allein das Seelenleben der beiden Protagonisten den Gang des Dramas bestimme: Tristan, der Neffe von König Marke, bringt die irische Königstochter Isolde zur Hochzeit. Sie fühlt sich gedemütigt und beschließt, sich selbst und Tristan mit einem Todestrank zu töten. Isoldes Vertraute Brangäne vertauscht den Todestrank mit einem Liebestrank. Im Glauben, gemeinsam Selbstmord zu begehen, trinken Isolde und Tristan davon und gestehen sich im Angesicht des vermeintlichen Todes ihre Liebe. Die gerade entdeckte Gemeinsamkeit ist von Anfang an gefährdet: Liebe und Schuldgefühl, Glück und Zweifel sind allzu eng miteinander verknüpft.
(Oper Frankfurt, Bild: Monika Rittershaus)
Aufführungsbeginn 17.00Uhr, Einführungsvortrag der Dramaturgie 16.30 Uhr
Sitzpatzkategorie 2






 
 

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