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Oper Frankfurt
Die Räuber
Oper von Giuseppe Verdi (1813 - 1901) Text von Andrea Maffei nach Friedrich Schillers Schauspiel Die Räuber (1781)
Verdis elfte Oper hat jahrzehntelang ein Schattendasein geführt. Nun hat »der junge Regisseur Benedikt von Peter in seiner großartigen Frankfurter Inszenierung« (Opernwelt) dieses Stück über zwei gegensätzliche Brüder in den Fokus gerückt und gezeigt, wie viel von Schillers Sturm und Drang in Verdis holzschnittartiger Dramaturgie enthalten ist:
»In der näheren Beschäftigung mit der Musik ist uns aufgefallen, dass vieles, was bei Schiller sprachlich verhandelt wird, bei Verdi physisch wird.« In den prägenden Räuberchören stecke so etwas wie eine »akustische Mobilmachung« – sie würden so zu einem »Ansingen gegen die soziale Entrechtung und gegen den Tod« (von Peter).
In diese Chöre sei die Energie geflossen, die bei Schiller im so unterschiedlichen Zorn der beiden Brüder brodelt. »Und es ist beklemmend aktuell – gerade weil der Regisseur auf keine vordergründig deutbare Aktualisierung zielt, sondern zeichenhaft mit Gestik und Bewegung, Mitteln des Theaters also, die Widersprüche der Figuren bloßlegt« – und zwar durch eine »gleichermaßen genaue wie präzis stilisierte Personenregie«
(Uwe Schweikert).
Ein Essay auch über die Macht der Imagination ist so entstanden, ein Verwandlungsschauspiel der Fantasie, die aus geisterhaften Alten kernige Räuber und aus einer leeren Bühne einen belebten Wald macht. (Oper Frankfurt, Bild: Monika Rittershaus) Aufführungsbeginn 19.30Uhr, Einführungsvortrag der Dramaturgie 19.00 Uhr, Dauer: ca. 2 3/4 Stunden inkl. einer Pause Sitzpatzkategorie 2
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